Corona – Chance oder Katastrophe?


 Hatori    14.04.2020 - 10:42
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Kommt ganz darauf an, was jeder daraus macht.

Zunächst mal – ich rede nicht von kleinen und mittleren Firmen, für die IST es eine Katastrophe. Viele werden den Virus nicht überstehen. Das liegt aber nicht an dem Virus, sondern an den Maßnahmen, die auf Grund dessen ergriffen wurden. Das jedoch ist Politik, darüber reden wir hier nicht. Dass das alles so gewollt ist, wie es ist und Corona nur ein vorgeschobener Grund ist, weiß jeder klar denkende Mensch, wer es nicht weiß und jetzt nichts tut, der wird es nach Corona zu spüren bekommen.

Wie also kann man die Zeit möglichst nutzbringend verwenden? Nun ja, man kann sich hinsetzen und sich den ganzen Tag die Meldungen der Medien reinziehen, dabei immer mehr Angst und Panik kriegen und nichts tun. Das ist der einfachste, aber denkbar schlechteste Umgang mit der Situation. Angst zieht den Menschen runter, sie lähmt seine Handlungsfähigkeit und ist absolut kontraproduktiv. Genau das machen aber viele. Jeden Tag bekomme ich Nachrichten mit der Frage, was soll das nur werden, wie soll das alles enden. Sich mit dem Problem beschäftigen, darüber nachzudenken, bringt gar nichts. Das Problem ist da und wird durchs Grübeln nicht verschwinden. Akzeptiert die Tatsachen, die Situation. Dieses was-wäre-wenn-Denken bringt niemandem etwas, zumindest nicht ohne die Akzeptanz. Denken ist gut, aber denkt über Lösungen nach. Was macht man mit der Zeit, aus der Zeit?
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und jede Veränderung macht ihn unsicher. Veränderung ist aber der einzige Weg, sich weiterzuentwickeln, seinen Horizont zu erweitern, neue Erfahrungen zu gewinnen. Jede Frage zum Problem ist eine falsche Frage, nur Fragen zur Lösung bringen uns weiter. Das Problem Corona an sich zu lösen, liegt nicht in unserer Macht, wir können lediglich die veränderte Situation bewerten und unser Leben entsprechend neu ausrichten. Ich werde hier mal ein paar Punkte ansprechen, die durchaus hilfreich sein können.

1. Ruhe bewahren und Emotionen runter fahren
Jeden Tag neue Meldungen, wie furchtbar und wie schrecklich das alles da draußen ist. Betrachte diese Meldungen objektiv. Du wirst feststellen, dass sie für DICH in den meisten Fällen völlig irrelevant und kein Grund sind, vom Dach zu springen. Das werden sie erst, wenn Du die Emotionen wüten lässt. Viele Emotionen negativer Art führen zu vielen Fehlern. Emotionen machen den Menschen aus, natürlich, nur können sie positiv wie negativ wirken. Bei vielen Menschen überwiegen zur Zeit die negativen, Angst, Verzweiflung, Sehnsucht nach dem „ganz normalen Wahnsinn“. Aber mal ganz ehrlich, hat man sich nicht ab und zu genau eine solche Situation (ohne Corona) gewünscht? Mal Zeit haben für sich selbst, Dinge tun, für die man sonst keine Zeit hat, egal wofür? Natürlich, warum sonst zählen so viele Menschen die Tage bis zum Urlaub? Jetzt hat man die Zeit, man muss nur was draus machen. Wie? Dazu im nächsten Punkt.

2. Neue Routinen anlegen, Struktur aufbauen
Ich sagte es schon weiter oben, der Mensch liebt es, eine geordnete Struktur zu haben, seinen gewohnten Tagesablauf zu durchlaufen. Genau das fehlt jetzt aber, wir können nicht raus, nicht zum Job, nicht zum Training. Also was tun? Eine neue Struktur muss her. Wie könnte die Aussehen?
Nun, bei mir fängt es mit einer kurzen Gymnastikeinheit an, Vorschläge dazu findet man hier im Blog unter „Tägliche Übungen“. Dann gibt es Kaffee, mein Gehirn hängt dem Körper immer ein wenig nach, denken direkt nach dem Aufstehen – Fehlanzeige. Also mache ich jetzt etwas, wofür die paar grauen Zellen, die schon wach sind, ausreichen. Ob das nun E-Mails lesen und beantworten, sich die neuesten Nachrichten reinziehen oder was auch immer ist, das soll jeder für sich entscheiden.
Danach folgen drei Dinge, die ich mir am vorherigen Tag überlegt habe, die ich machen will oder muss. Ganz wichtig, fangt mit dem an, was Ihr so gar nicht mögt, was aber gemacht werden muss, im englischen sagt man „eat the frog“. Warum? Weil es Euch sonst den ganzen Tag versaut, man hat es ständig im Kopf. Egal, was es ist, tut es als erstes. Wenn das erledigt ist, sieht der Tag auch bei miesem Wetter schon deutlich sonniger aus.
Achtet auf regelmäßige Pausen, mehr als im Job, aber weniger als im Urlaub. Richtet Eure „Arbeitsblöcke“ auf 30-90 Minuten ein, je nachdem, worum es geht.
Abends folgt eine zweite Sporteinheit, die darf auch mal so richtig auspowern. Anschließend suche ich mir etwas aus dem Fernsehprogramm, meist vergeblich, das Programm wird jeden Monat unterirdischer. Also greife ich dann doch eher zu einer DVD oder suche mir etwas in Youtube, was mich interessiert. Man kann ein Buch lesen, man kann mal wieder ein Videogame spielen, was auch immer, Hauptsache, man hat Freude daran.
Entscheidend ist, dass man gut aus dem Tag herauskommt, mit dem Gedanken im Kopf, etwas gut getan zu haben, für sich oder für andere.
Ach ja, bevor Ihr schlafen geht, schreibt Euch die drei Dinge für den nächsten Tag auf. Warum aufschreiben? Weil man dann etwas für die Psyche hat, wenn man einen Punkt als erledigt abhaken kann. Und glaubt mir, Eure Psyche wird es Euch danken, durch positive Emotionen, die jedes Erfolgserlebnis auslöst. Und die sind unglaublich wichtig, gerade in schlechten Zeiten.

3. Innovation out of Problem
Ja, ich weiß, ich soll nicht denglischen, nur gibt es manchmal so Redewendungen, die im Original besser den Punkt treffen als wenn man sie übersetzt. Was meint die Redewendung? Selbständige wissen es wahrscheinlich, sie suchen nach innovativen Wegen, ihr Geschäft, ihre Firma, ihre Arbeit zu erhalten, indem sie Wege finden, den Job auf eine andere Art und Weise zu erledigen. Das wird nicht bei jedem klappen, bei vielen ist es machbar, auch bei uns als Nichtunternehmer, Einzelperson. Es geht einfach darum, nicht über das Problem nachzudenken (huh, mir ist so langweilig) sondern Wege aus dem Problem heraus zu finden, siehe Punkt 2, das ist einer davon. Was dieser Punkt hier meint, ist Teil der Struktur, die oben angesprochen wurde, eines der drei Dinge, die wir täglich tun sollten, ist es eben, innovative Wege zu beschreiten. Es geht nicht anders, da unser bisheriges Leben einfach nicht mehr machbar ist und viele es auch nicht zurückbekommen werden.

Dazu gehört auch, sich über das leidige Thema Arbeitslosigkeit Gedanken zu machen. Viele kleine Gewerbebetriebe, auch etliche mittlerer Größe, werden die Krise nicht überleben, darüber muss man sich im Klaren sein. Jeder hofft natürlich, sein Arbeitsplatz bleibt erhalten, doch was, wenn nicht? Aber auch hier stelle man sich die richtigen Fragen. Diese sollten nicht geprägt sein von Angst, Sorgen, Verzweiflung. Nein, das bringt so absolut überhaupt nichts. Ihr habt ein Ziel – Erhalt der Wohnung, Versorgung der Familie etc. Nun gilt es, nach Wegen zu suchen, dieses Ziel zu erreichen. Die richtigen Fragen sollten lauten: Was kann ich gut? Woran habe ich außerdem noch Freude? Wie kann ich das zu einem neuen Job und somit zu einem Einkommen machen? Diese Fragen muss sich jeder selbst beantworten, dabei kann niemand helfen. Selbst wenn keine Arbeitslosigkeit kommt – vielleicht bringen diese Überlegungen den Start in ein ganz neues Leben nach der Krise.

4. Umsetzen
Fang JETZT an, Deine Ideen umzusetzen, die Du in Punkt 3 ausgearbeitet hast, die Zeit dafür ist bei vielen gerade jetzt vorhanden. Der Mensch ist immer auf den schnellen Erfolg aus, in den wenigstens Fällen funktioniert das. Sei Dir im Klaren darüber, dass das, was Du heute tust, erst in sechs bis zwölf Monaten wirkt, vielleicht dauert es auch noch länger, bleib dran. Es gibt viele Möglichkeiten, etwas zu tun. Ob nun am PC, wie ich, oder auf andere Art. Nur schiebe die Entscheidung nicht hinaus, setz Dich hin und mach es. Im schlechtesten Fall hast Du ein neues Hobby entdeckt, welches Dir auch in Zukunft viele Tage verschönern wird, im besten Fall erwirtschaftest Du ein Nebeneinkommen oder es wird sogar Deine neue Haupteinnahmequelle.

Das soll es für heute gewesen sein, ich hoffe, der ein oder andere Gedanke hilft Euch weiter. Bleibt gesund, helft Euch gegenseitig so gut es geht und tut etwas. Macht das Beste aus der Situation. Corona wird nicht die letzte „Katastrophe“ in unserem Leben sein, es ist nur eine von vielen. Ich geh jetzt meinen "Frosch essen", da wartet eine ziemlich langweilige, aber notwendige Arbeit auf mich.

Gerade die Unbeständigkeit in der Welt ist es, die sie lebenswert macht. (chinesische Weisheit)








Diese News sind von Kuroi Fenikkusu Dojo Kampfsportverein e.V.
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